21.02.2018

Zwei Anträge der Liberalen Hochschulgruppen auf dem BFA für Bildung, Forschung und Technologie angenommen

Am 16. und 17. Februar 2018 tagte der Bundesfachausschuss der Freien Demokraten für Bildung Forschung und Technologie (BFA) im Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin. Der BFA diskutierte und beriet, die ihm zugewiesenen Anträge der letzten Bundesparteitage der Freien Demokraten. Die Liberalen Hochschulgruppen beteiligen sich intensiv an der programmatischen Debatte der Freien Demokraten und bringen regelmäßig inhaltliche Anträge zum Bundesparteitag ein. Der Bundesfachausschuss berät alle Anträge, die aus zeitlichen Gründen nicht auf Bundesparteitagen beraten werden können und gibt eine Empfehlung an den FDP-Bundesvorstand ab. In der letzten Sitzung des BFA Bildung, Forschung und Technologie wurden insgesamt sechs Anträge der Liberalen Hochschulgruppen beraten. Die Themenvielfalt erstreckte sich dabei vom Deutschlandstipendium, über das große Thema der Inklusion, bis hin zur Diskussion um eine bundesweite Studierendenvertretung. Unser stellvertretender Bundesvorsitzender für Programmatik, Lukas TILTMANN, berichtet: Der BFA hat zwei Anträge der Liberalen Hochschulgruppen angenommen und wird diese mit der Empfehlung zur Zustimmung an den Bundesvorstand der Freien Demokraten weiterleiten. Der erste Antrag beschäftigte sich mit möglichen Bewerbungsgebühren an staatlichen Universitäten. Die Liberalen Hochschulgruppen sprechen sich zwar für einen vermehrten Einsatz von fairen Zulassungstest und gegen die Studienplatzvergabe im Sinne des NC aus, lehnen es aber ab die, für die Tests anfallenden Kosten, auf die Bewerberinnen und Bewerber zu übertragen. Da sich die meisten angehenden Studierenden an mehreren Universitäten bewerben, würde eine solche Erhebung von Bewerbungsgebühren zu unzumutbaren finanziellen Belastungen führen. Für die Liberalen Hochschulgruppen ist klar: Die Vergabe der Studienplätze darf sich nicht am Geldbeutel der Eltern orientieren. Wir brauchen faire und leistungsgerechte Zugangsbeschränkungen und keine finanziellen Hürden. Diese Einschätzung teilte auch der BFA und nahm den Antrag mit großer Mehrheit an. Der zweite Antrag beschäftigte sich mit der Diskussion um eine bundesweite, direkt gewählte Studierendenvertretung. Die Liberalen Hochschulgruppen mahnen an, dass eine bundesweit agierende Studierendenvertretungen einer demokratischen Legitimation nicht gerecht werden würde. Die niedrige Wahlbeteiligung an Wahlen der studentischen Selbstverwaltungen vor Ort zeigen, dass ein solches bundesweites Modell große demokratische Schwierigkeiten mit sich brächten. Ferner sind bundesweite Studierendenvertretungen im aktuellen Bildungsföderalismus nicht zielführend. Die hochschulrelevanten, gesetzgeberischen Maßnahmen werden auf der Länderebene beschlossen. Die Diskussion über eine allgemeine, bundesweite Studierendenvertretung verfehlt daher die Thematik. Folglich müsse man hier zuerst über direkt gewählte, studentische Landesvertretungen diskutieren. Die agierenden Landesastenkonferenzen können dabei nicht als Beispiel für eine allgemeine Landesvertretung angesehen werden, da ihnen die direkte Legitimation der Studierenden fehlt. Der BFA unterstützte die Liberalen Hochschulgruppen in ihrer Argumentation und nahm den eingebrachten Antrag an. Bundesfachausschüsse sind wichtige programmatische Gremien der Freien Demokraten. Die intensiven und detaillierten Diskussionen im BFA Bildung, Forschung und Entwicklung ermöglicht es der Partei ein breites programmatisches Fundament zu bildungspolitisch relevanten Themen aufzustellen. Die Liberalen Hochschulgruppen sind der hochschulpolitische Ansprechpartner der Freien Demokraten und bringen sich in die innerparteiliche Diskussion ein, bringen Anträge auf Parteitagen ein und gestalten die bildungspolitische Debatte in Deutschland mit.

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19.02.2018

LYMEC Seminar in Kroatien: Wie wählen wir in Zukunft in der EU?

Am Wochenende vom 16.-18.02. fand in Zagreb das LYMEC (European Liberal Youth) -Seminar „Vote, vote, vote“ über europäische Wahlsysteme, transnationale Wahllisten und Zukunftsperspektiven der EU statt. Unser Bundesvorstandsmitglied Gerrit von Zedlitz war für die Liberalen Hochschulgruppen in Zagreb. In seinem Bericht erklärt er: Zu dem Seminar wurden einige Referenten eingeladen, wie z.B. Professor Farrell aus Dublin oder Stefan Windberger von den NEOS Österreich, die Ideen vorstellten, wie wir europäische Systeme mehr vereinheitlichen und dadurch die Verknüpfung zwischen MEPs und Wählern stärken können. Besonders spannend fanden waren die Kurzpräsentationen über die Wahlsysteme in Finnland und in Dänemark, da diese völlig neue Ansätze bereithielten. In Dänemark darf die Regierung beispielsweise jederzeit innerhalb von drei Wochen Neuwahlen einberufen. Neben dem Minderheitsregierungssystem bietet das jede Menge Dynamik und soll eine der Gründe für die hohe dänische Wahlbeteiligung und auch Zufriedenheit mit dem System sein. Selbstverständlich gab es neben dem theoretischen Input jede Menge Möglichkeiten sich auszutauschen und Ideen zu diskutieren. Beeindruckend war, dass so viele europäische Länder ihre Vertreter der liberalen Jugendorganisationen zum Seminar geschickt haben. Wir haben neben den Vertreter der JUNOS (Österreich), Jongen Democraten (Niederlande), skandinavischen Vertretern auch Kontakte zu süd- bzw. osteuropäischen Liberalen knüpfen können. Auch in diesen Ländern gewinnen die Liberalen an Zuwachs und die jungen Menschen sind wichtige Treiber ihrer Mutterparteien. Im Mai 2019 finden die nächsten Europawahlen für das Europäische Parlament statt. Die Liberalen Hochschulgruppen bereiten sich inhaltlich, sowie thematisch auf die Europawahlen vor. Vom 13. bis 15. April findet in Leipzig das European Forum statt. Unter diesem Link kann man sich anmelden.

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15.02.2018

Roland Papesch in der Huffington Post über Europäische Universtitäten

Berlin, 15.02.18: Unser Stellv. Bundesvorsitzender Roland Papesch schreibt in seinem Blog-Beitrag über Europäische Universitäten und warum sie unsere Chance sind, den Anschluss an die Welt nicht zu verpassen und Europa für kommende Herausforderungen zukunftsfest zu machen. Schaut mal rein, kommentiert und teilt den Artikel fleißig und lasst uns wissen, was ihr darüber denkt! Hier gehts zum Artikel.

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11.02.2018

Johannes Dallheimer in der HuffPost über den GroKo-Koalitionsvertrag

Berlin, 08.02.18: Unser Bundesvorsitzender Johannes Dallheimer schreibt in seinem Blog-Beitrag über den Koalitionsvertrag und seine Folgen für die Hochschulen und Studierenden. Schaut mal rein, kommentiert und teilt den Artikel fleißig und lasst uns wissen, was ihr darüber denkt! Hier gehts zum Artikel.  

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09.02.2018

Der Arbeitskreis Frauen konstituiert sich

Berlin, 09.02.2018: Der Arbeitskreis Frauen der Liberalen Hochschulgruppen nimmt seine Arbeit auf. Mit der Ernennung von Julia Krebs (LHG Dresden) zur Leiterin beginnt auch die Arbeit des neugegründeten „Arbeitskreises Frauen“. Die Vorsitzende Julia Krebs erklärt hierzu: Der Arbeitskreis Frauen im Bundesverband der Liberalen Hochschulgruppen hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl an weiblichen Mitgliedern innerhalb des Verbandes und der Ortsgruppen zu erhöhen. Dies soll unkompliziert und ohne jegliche Diskriminierung oder Bevorzugung geschehen. Daher lehnen wir auch Maßnahmen wie eine „Frauenquote“ ab. Sie schafft Unterschiede zwischen den Geschlechtern und sorgt dafür, dass Frauen Positionen lediglich aufgrund ihres Geschlechtes erhalten und dass allen Nicht-Frauen der Zugang zu diesen Positionen verwehrt bleibt. Zudem fördern Quoten die Denkweise, dass Frauen ohne Zwangsmaßnahmen nicht die selben Dinge erreichen können, wie Männer. Genau von jener Denkweise muss sich befreit werden, sodass zwischen den Geschlechtern im Hinblick auf den Werdegang nicht mehr unterschieden wird. Von meiner Zeit als kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen erhoffe ich mir eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des Vorstands und den vielen Ortsgruppen im ganzen Bundesgebiet. Der Arbeitskreis soll ein Ansprechpartner für die Gruppen und deren Mitglieder sein und sie zu den Themen „Frauen in der (Hochschul-) Politik“ oder Gleichstellung beraten und sie in ihren eigenen Projekten unterstützen. Die Liberalen Hochschulgruppen möchten im kommenden Geschäftsjahr mehr Frauen dazu ermutigen, sich für liberale Hochschulpolitik einzusetzen und sie in ihrem Engagement unterstützen. Hierfür beschloss der bei der 59. Bundesmitgliederversammlung in Münster neu gewählte Bundesvorstand die Wiederbelebung des Arbeitskreises.

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