20.04.2018

AK Frauen: Qualität statt Quote!

Die Liberalen Hochschulgruppen (LHG) sprechen sich klar gegen die Einführung von Frauenquoten aus. Wirksame Mechanismen zur Gleichstellung unterrepräsentierter Gruppen sollen stattdessen ergriffen werden. Berlin, 19.04.2018: Eine “Selbstverpflichtung” zur Quote, wie in der FDP gerade diskutiert, lehnen die Liberalen Hochschulgruppen ab. Im Rahmen des Arbeitskreises „Frauen“ wird der Umgang der Hochschulgruppen mit Diversitätsthemen und Sexismus evaluiert und die Sichtbarkeit von Frauen im Verband gestärkt. Weiterhin sollen mehr Frauen für das hochschulpolitische Arbeiten begeistert und inklusive Treffpunkte und Veranstaltungen geschaffen werden. Julia KREBS, Vorsitzende des AK Frauen, kritisiert die Quote: “Eine Quote ist kein Anreiz, sondern ein vergiftetes Geschenk. Mir wird vermittelt, ich müsse oder solle mich als Frau nicht anstrengen um etwas zu erreichen. Stattdessen geben Männer Quotenplätze vor, um nach außen besser dazustehen. Für mich ist dies das absolute Gegenteil von Unterstützung und Empowerment.” Die Liberalen Hochschulgruppen sind überzeugt von der Eignung und persönlichen Kompetenz ihrer weiblichen Mitglieder. „Die Reduzierung auf das Geschlecht degradiere Frauen zu Objekten und Platzhaltern“, so Krebs. Persönliche Eigenschaften und die individuelle Qualifikation rückten hier völlig in den Hintergrund. Dies sei eine Objektifizierung auf höchstem Niveau. Das Ziel der Liberalen Hochschulgruppen bleibt deshalb, am Ende ein einladendes Umfeld für alle Geschlechter zu schaffen.    

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07.04.2018

LYMEC Kongress in Berlin – Ein Interview mit Esther Steverding und Johannes Dallheimer

Am Wochenende vom 05.-07. April fand in Berlin der LYMEC Kongress statt. Doch was ist LYMEC überhaupt? Und warum sind die Liberalen Hochschulgruppen dort vertreten? Wir haben unsere I.O. (International Officer) Esther Steverding und den Bundesvorsitzenden Johannes Dallheimer gefragt, was die beiden auf dem LYMEC Kongress machen und warum deren Teilnahme für die Liberalen Hochschulgruppen so wichtig ist!   Liebe Esther, oftmals stolpern wir über die Abkürzung LYMEC – was ist das überhaupt und kann man sagen, dass das einfach die JuLis auf europäischer Ebene sind? Nein, das können wir nicht so einfach sagen. Ich erkläre LYMEC so: ein Dachverband und Zusammenschluss, der aus den liberalen Jugendorganisationen aus ganz Europa besteht. Sozusagen das Kind der ALDE und das sind die europäischen Liberalen. Die JuLis sind, genau wie wir, eine Mitgliedsorganisation. Also ein bunter Haufen von europäischen Liberalen   Johannes, hat LYMEC überhaupt einen Mehrwert für die LHG?  Selbstverständlich. Wissenschaft und Forschung sind nie national, sie waren schon immer international und nur so sinnvoll. Darum ist es klar, dass wir uns zumindest mit unseren europäischen Partner austauschen und gemeinsam an einer Vision für Europa arbeiten – wie zum Beispiel zu ERASMUS und der Idee der europäischen Universitäten. Und Marina Sedlo sitzt ja den von uns gegründeten European Liberal Student Network vor, die bereits Anträge in die ALDE eingebracht haben. Mega gut, dass unsere Ideen auch gleich übernommen werden!   Esther, was sind die Ziele bei diesem Kongress der LHG? Wir haben Svenja Hahn als LYMEC Präsidentin nominiert und unterstützen sie. Also ein Ziel, Svenja for President. Ein weiteres Ziel, mit Blick auf die Europawahlen nächstes Jahr, hochschulpolitische Themen platzieren. Wie kann ein europäisches Hochschulsystem aussehen und die Möglichkeiten ausloten, die die EU uns in diesem Gebiet bietet.Wir fordern mehr Kooperationen zwischen europäischen und nicht-europäischen Hochschulen.   Johannes, Svenja Hahn steht als Kandidatin für den Vorsitz bereit. Wieso sollte LYMEC sie wählen? Ich finde, dass Svenja alles mitbringt, was die LHG von einer Kandidaten erwarten kann. Sie hat die nötige Erfahrungen, sprudelt vor Visionen für ein progressives Europa und hat ein großes Netzwerk. Und natürlich ist sie eng verbunden mit der LHG; als ehemaliges Bundesvorstandsmitglied. Ich kann ihr nur alles Gute wünschen – unsere Stimmen hat sie natürlich sicher!    Esther, du bist ja sowas wie eine Quereinsteigerin. Was sind denn deine ersten Eindrücke von LYMEC? Können wir Neueinsteigerin sagen? Denn das stimmt, es ist mein erster LYMEC Kongress und dann auch noch in Berlin. Ich habe mich drauf gefreut ganz viele neue Leute kennenzulernen und wow, zehn Minuten in der Lobby und du hast mehr Namen gehört und Leute kennengelernt, als in zehn Minuten möglich sein sollte. Alle sind sehr offen und motiviert, es liegt was in der Luft. Junge Leute, die Ideen für ein Europa der jüngeren Generation haben.   Johannes, du warst ja nun schon bei einigen LYMEC-Kongressen? Was gibt es hier für Anekdoten zu erzählen?  Sagen wir es mal so – auf LYMEC-Kongressen wird wirklich Freiheit gelebt. (lacht) Ich haben immer diese besondere Stimmung genossen, wenn alle überzeugt sich […]

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12.03.2018

Der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen begeht erste Klausurtagung

Dieses Wochenende traf sich der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen zur ersten Klausurtagung in Berlin, um Aktionen des kommenden Sommersemesters zu besprechen. Neben dem Beschluss über einen neuen Haushalt gab es intensive Diskussionen über die zukünftige Ausrichtung. Hierzu wurden genaue Vorhaben in drei Themenbereichen definiert. Johannes Dallheimer, Bundesvorsitzender der Liberalen Hochschulgruppen, hierzu: „1. Wir haben beschlossen unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu vertiefen, um unsere Inhalte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, neue Konzepte auszuprobieren sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverband, den Landesverbänden und insbesondere den Ortsgruppen zu intensivieren. Auch möchten wir die Homepage aktualisieren, um den Kernthemen der Liberalen Hochschulgruppen mehr Raum zu geben. 2. Dazu passend möchten wir im Programmatik-Ressort ein neues Grundsatzprogramm erarbeiten. Auch möchten wir ein Programmatik ABC erstellen, bestehende Lücken in der Beschlusslage füllen und erste Beschlüsse zur europäischen Hochschulpolitik anregen. Besonders wichtig ist uns der Austausch mit der neuen Bundestagsfraktion und auch den Landesverbänden. 3. Wir möchten eine solide Grundfinanzierung des Bundesverbandes sicherstellen und unsere Ortsgruppen bestmöglich versorgen.“ Neben dem fachlichen Austausch haben traf sich der Bundesvorstand auch mit einem Vertreter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Darüber hinaus fand ebenso ein Treffen mit dem Präses des Verbandes Liberaler Akademiker, Alexander Bagus, statt, bei welchem darüber gesprochen wurde, wie eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden umsetzbar sein kann. Schlussendlich fand in den Räumlichkeiten des Bundestags ein gemeinsames Gespräch mit Dr. Jens Brandenburg, dem hochschulpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, statt, um mit ihm über gemeinsame Anliegen zu sprechen und Schwerpunkte der Zusammenarbeit festzulegen. Der Bundesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen geht zuversichtlich in das kommende Semester und freut sich auf die vielen gemeinsamen Treffen, Aktionen und Seminare mit den Ortsgruppen und Landesverbänden. Ein besonderer Dank gilt den Gästen der Friedrich Naumann Stiftung, des Verbands Liberaler Akademiker und dem hochschulpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten, Dr. Jens Brandenburg.   Foto:( v.l.n.r) Esther Steverding, Roland Papesch, Lukas Tiltmann, Gerrit v. Zedlitz, Johannes Dallheimer, Konrad Wartke, Brian Otten, Marten Pukrop. Es fehlen: Julia Krebs, Julius Friedrich Graack.

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21.02.2018

Zwei Anträge der Liberalen Hochschulgruppen auf dem BFA für Bildung, Forschung und Technologie angenommen

Am 16. und 17. Februar 2018 tagte der Bundesfachausschuss der Freien Demokraten für Bildung Forschung und Technologie (BFA) im Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin. Der BFA diskutierte und beriet, die ihm zugewiesenen Anträge der letzten Bundesparteitage der Freien Demokraten. Die Liberalen Hochschulgruppen beteiligen sich intensiv an der programmatischen Debatte der Freien Demokraten und bringen regelmäßig inhaltliche Anträge zum Bundesparteitag ein. Der Bundesfachausschuss berät alle Anträge, die aus zeitlichen Gründen nicht auf Bundesparteitagen beraten werden können und gibt eine Empfehlung an den FDP-Bundesvorstand ab. In der letzten Sitzung des BFA Bildung, Forschung und Technologie wurden insgesamt sechs Anträge der Liberalen Hochschulgruppen beraten. Die Themenvielfalt erstreckte sich dabei vom Deutschlandstipendium, über das große Thema der Inklusion, bis hin zur Diskussion um eine bundesweite Studierendenvertretung. Unser stellvertretender Bundesvorsitzender für Programmatik, Lukas TILTMANN, berichtet: Der BFA hat zwei Anträge der Liberalen Hochschulgruppen angenommen und wird diese mit der Empfehlung zur Zustimmung an den Bundesvorstand der Freien Demokraten weiterleiten. Der erste Antrag beschäftigte sich mit möglichen Bewerbungsgebühren an staatlichen Universitäten. Die Liberalen Hochschulgruppen sprechen sich zwar für einen vermehrten Einsatz von fairen Zulassungstest und gegen die Studienplatzvergabe im Sinne des NC aus, lehnen es aber ab die, für die Tests anfallenden Kosten, auf die Bewerberinnen und Bewerber zu übertragen. Da sich die meisten angehenden Studierenden an mehreren Universitäten bewerben, würde eine solche Erhebung von Bewerbungsgebühren zu unzumutbaren finanziellen Belastungen führen. Für die Liberalen Hochschulgruppen ist klar: Die Vergabe der Studienplätze darf sich nicht am Geldbeutel der Eltern orientieren. Wir brauchen faire und leistungsgerechte Zugangsbeschränkungen und keine finanziellen Hürden. Diese Einschätzung teilte auch der BFA und nahm den Antrag mit großer Mehrheit an. Der zweite Antrag beschäftigte sich mit der Diskussion um eine bundesweite, direkt gewählte Studierendenvertretung. Die Liberalen Hochschulgruppen mahnen an, dass eine bundesweit agierende Studierendenvertretungen einer demokratischen Legitimation nicht gerecht werden würde. Die niedrige Wahlbeteiligung an Wahlen der studentischen Selbstverwaltungen vor Ort zeigen, dass ein solches bundesweites Modell große demokratische Schwierigkeiten mit sich brächten. Ferner sind bundesweite Studierendenvertretungen im aktuellen Bildungsföderalismus nicht zielführend. Die hochschulrelevanten, gesetzgeberischen Maßnahmen werden auf der Länderebene beschlossen. Die Diskussion über eine allgemeine, bundesweite Studierendenvertretung verfehlt daher die Thematik. Folglich müsse man hier zuerst über direkt gewählte, studentische Landesvertretungen diskutieren. Die agierenden Landesastenkonferenzen können dabei nicht als Beispiel für eine allgemeine Landesvertretung angesehen werden, da ihnen die direkte Legitimation der Studierenden fehlt. Der BFA unterstützte die Liberalen Hochschulgruppen in ihrer Argumentation und nahm den eingebrachten Antrag an. Bundesfachausschüsse sind wichtige programmatische Gremien der Freien Demokraten. Die intensiven und detaillierten Diskussionen im BFA Bildung, Forschung und Entwicklung ermöglicht es der Partei ein breites programmatisches Fundament zu bildungspolitisch relevanten Themen aufzustellen. Die Liberalen Hochschulgruppen sind der hochschulpolitische Ansprechpartner der Freien Demokraten und bringen sich in die innerparteiliche Diskussion ein, bringen Anträge auf Parteitagen ein und gestalten die bildungspolitische Debatte in Deutschland mit.

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19.02.2018

LYMEC Seminar in Kroatien: Wie wählen wir in Zukunft in der EU?

Am Wochenende vom 16.-18.02. fand in Zagreb das LYMEC (European Liberal Youth) -Seminar „Vote, vote, vote“ über europäische Wahlsysteme, transnationale Wahllisten und Zukunftsperspektiven der EU statt. Unser Bundesvorstandsmitglied Gerrit von Zedlitz war für die Liberalen Hochschulgruppen in Zagreb. In seinem Bericht erklärt er: Zu dem Seminar wurden einige Referenten eingeladen, wie z.B. Professor Farrell aus Dublin oder Stefan Windberger von den NEOS Österreich, die Ideen vorstellten, wie wir europäische Systeme mehr vereinheitlichen und dadurch die Verknüpfung zwischen MEPs und Wählern stärken können. Besonders spannend fanden waren die Kurzpräsentationen über die Wahlsysteme in Finnland und in Dänemark, da diese völlig neue Ansätze bereithielten. In Dänemark darf die Regierung beispielsweise jederzeit innerhalb von drei Wochen Neuwahlen einberufen. Neben dem Minderheitsregierungssystem bietet das jede Menge Dynamik und soll eine der Gründe für die hohe dänische Wahlbeteiligung und auch Zufriedenheit mit dem System sein. Selbstverständlich gab es neben dem theoretischen Input jede Menge Möglichkeiten sich auszutauschen und Ideen zu diskutieren. Beeindruckend war, dass so viele europäische Länder ihre Vertreter der liberalen Jugendorganisationen zum Seminar geschickt haben. Wir haben neben den Vertreter der JUNOS (Österreich), Jongen Democraten (Niederlande), skandinavischen Vertretern auch Kontakte zu süd- bzw. osteuropäischen Liberalen knüpfen können. Auch in diesen Ländern gewinnen die Liberalen an Zuwachs und die jungen Menschen sind wichtige Treiber ihrer Mutterparteien. Im Mai 2019 finden die nächsten Europawahlen für das Europäische Parlament statt. Die Liberalen Hochschulgruppen bereiten sich inhaltlich, sowie thematisch auf die Europawahlen vor. Vom 13. bis 15. April findet in Leipzig das European Forum statt. Unter diesem Link kann man sich anmelden.

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