Verband


Allgemein

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen vertritt die Interessen seiner Mitgliedsgruppen an über 50 Standorten gegenüber Politik und Gesellschaft. Basis der Arbeit des LHG ist die Autonomie der Mitgliedsgruppen an den Hochschulen. Zur Durchführung seiner Aufgaben sieht der LHG die Mitarbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung als unverzichtbar an.
Im Zentrum der Politik des LHG steht der Einsatz für die größtmögliche Freiheit jedes einzelnen Menschen, die ihre Grenzen in der Freiheit anderer findet. Der LHG wendet sich dagegen, dass individuelle Gestaltungsmöglichkeiten – gerade im Bereich von Hochschule und Studium – durch administrative Regelungen unnötig eingeschränkt werden.

Aufgaben

Der Bundes-LHG verbindet Studierende, Gesellschaft und Politik. Durch Mitarbeit in den politischen Gremien, durch Öffentlichkeitsarbeit und Stellungnahmen nimmt er Einfluss auf den politischen Diskurs und direkte Entscheidungen. Der LHG dient so als Schnittstelle zwischen den einzelnen Gruppen vor Ort, die die relevanten Fragestellungen und Probleme kennen und den Akteuren, die die Entwicklung beeinflussen können.
Der Bundes-LHG vernetzt die Gruppen untereinander. Die Gedanken, die zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten gefasst werden, sollen nicht verloren gehen und möglichst vielen zur Verfügung stehen. Der LHG bindet die Ortsgruppen in ein aktives Netzwerk ein, sammelt Informationen und gibt sie weiter um die Durchsetzung liberaler Programmatik vor Ort möglichst zu erleichtern.
Der Bundes-LHG ist Dienstleister für die Gruppen. Er stellt Wahlkampf- und Werbematerialien, Positionspapiere und weitere Dienstleistungen für die Gruppen bereit. Er schult deren Mitglieder in Seminaren für ihre politische Tätigkeit und berät sie bei organisatorischen und programmatischen Fragen. Die Hauptarbeit der Liberalen Hochschulgruppen liegt in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung vor Ort. Diese Arbeit macht der Bundesverband so leicht und effizient wie möglich.
Der Bundes-LHG vertritt die liberalen Studierenden. Der LHG vertritt die Interessen seiner Mitglieder offiziell auf verschiedenen Ebenen. International ist der LHG bei der European Liberal Youth – LYMEC aktiv, insbesondere im European Liberal Students Network – ELSN. In Deutschland nimmt der LHG beispielsweise einen Sitz im Kuratorium des Deutschen Studentenwerkes ein und arbeitet in verschiedenen hochschulpolitischen Gremien der Freien Demokratischen Partei (FDP) mit. Der Bundesvorsitzende des LHG ist hochschulpolitischer Sprecher der FDP,  in den Bundesvorstand der FDP kooptiert und auf Parteitagen rede- und antragsberechtigt.

Geschichte

Der LHG wurde am 17. Dezember in Köln von ca. 40 Hochschulgruppen gegründet. Die Gründungsgruppen gehörten zuvor verschiedenen liberalen Hochschulverbänden (Sozialliberaler Hochschulverband – SLH, JuLi-Hochschulgruppen, Liberlae Studenteninitiative – LSI) an oder waren unabhängig. Mit der Gründung gab es erstmals seit der Trennung des LSD von der FDP im Jahre 1969 wieder einen bundesweiten Dachverband für alle liberalen Studenten.

Struktur

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen ist als Dachverband konstituiert. Mitglieder sind die Ortsgruppen. Es bestehen weder eine Einzelmitgliedschaft, noch zwischengeschaltete Strukturen. In mehreren Ländern gibt es Landesverbände, die nominell parallel zum Bundesverband bestehen. Die Ortsgruppen sind in ihrer Arbeit unabhängig von Bundes- und Landesverband.
Organe des Bundesverbands sind der Bundesvorstand, die Bundesmitgliederversammlung und das Bundesschiedsgericht.
Die Beschlussfassung und die Vorstandswahlen finden auf Bundesmitgliederversammlungen statt, die in der Regel halbjährlich durchgeführt werden.
Der LHG ist in jeder Form unabhängig. Die FDP ist parlamentarischer Ansprechpartner des LHG, sie führt diesen als ‚liberales Vorfeld‘. Der Verband Liberaler Akademiker (VLA) ist der offizielle Ehemaligenverein des LHG.