24.07.2018

Europäisches Netzwerk der Universitäten

Die Liberalen Hochschulgruppen fordern, dass die Universitäten/Hochschulen und/oder einzelne Fakultäten in Europa Teil eines europäischen Netzwerks für Wissenschaft, Forschung und Lehre werden können. Das Ziel des europäischen Netzwerks der Universitäten ist es, Studierende, Forschende wie Lehrende untereinander zu vernetzen, europäische Ansätze von Forschung und Lehre zusammenzubringen, kulturellen Austausch institutionell zu verankern, die Vielfalt der europäischen Sprachen zu fördern und Studierende zu freien Weltbürgern zu bilden, die sich ihre Meinung frei bilden können und über den Tellerrand hinausblicken. Das Netzwerk europäischer Universitäten stellt eine zusätzliche Möglichkeit dar zu studieren und zu forschen.

Gemeinsame Rahmenbedingungen

  • gemeinsame Grundfinanzierung für die europäischen Studiengänge, Stellen und Forschungsprojekte aus dem EU-Haushalt, aus Drittmitteln oder aus anderen Kooperationen
  • Gemeinsames Konzept nachgelagerter Studiengebühren (deren Höhe die jeweiligen Universitäten festlegen) für alle Studierenden der europäischen Studiengänge
  • Möglichkeit zur Teilnahme am Netzwerk für alle Universitäten/Fakultäten in Europa
  • Harmonisierung von Semester- und Prüfungszeiten
  • Grundsätzlicher Zugang für alle Unionsbürger mit Hochschulzugangsberechtigung und Kontingenten für Nicht-EU-Ausländer bei autonomem Aufnahmeverfahren

Gemeinsame Ressourcen

  • Gemeinsame Ausgaben für IT-Infrastruktur
  • gemeinsame, in die Europäische Digitale Universität EDU integrierte Lernplattform
  • Bereitstellung von Wohnheimplätzen für Studierende der europäischen Studiengänge
  • Weitere Zusammenarbeit mit der Europäischen Digitalen Universität EDU

Internationalisierung der Lehre und Forschung

  • Aktive Förderung der Mehrsprachigkeit unter Studierenden (Bereitstellung von Sprachkursen und -tests in den europäischen Studiengängen: Verpflichtendes Erlernen einer europäischen Fremdsprache neben dem Englischen: Das Englische sehen wir als bereits etablierte Wissenschaftssprache und Grundlage an für ein europäisches Studium)
  • Europäische Studiengänge in einem Rotationssystem mit verpflichtenden jährlichen Ortswechseln innerhalb des Netzwerks (zwei im Bachelor, einer im Master)
  • Europäische Lehrstühle und Stellen im akademischen Mittelbau mit freiwilligen Auslandsaufenthalten für Professoren bzw. wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Gezielte Förderung des internationalen Informationsaustausches mit anderen Studierenden, Lehrenden und Forschenden
  • Internationale Forschungsprojekte mit gemeinsamem Budget und gemeinsamer operativer Planung
  • Angebot allgemeiner Studiengänge im Konzept des Studium Generale (jede Universität wählt ihren Schwerpunkt selbst, Exzellenzzentren)
  • Angebot spezieller europäischer Studiengänge (z.B. European Law, European Business Administration, etc.)
  • Harmonisierte Prüfungsordnungen und abgestimmte Studieninhalte

Die dazu notwendigen Kompetenzen sollen an die Europäische Union übertragen werden. Durch die Einbeziehung des Rats für Bildung, Jugend, Kultur und Sport soll die europaweite Akkreditierung der europäischen Studiengänge sichergestellt werden.