04.07.2018

Flüchtlinge

Die in den letzten Jahren gestiegenen Zahlen an Geflüchteten in Europa stellen die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen. Abgesehen von unserer liberalen, von Aufklärung und Humanismus abgeleiteten Pflicht, schutzbedürftigen Menschen zu helfen, müssen wir den Zuwachs an Geflüchteten als Chance begreifen, das vom demographischen Wandel stark betroffene Europa zukunftsfähig zu machen. Um diese Chance zu nutzen, müssen wir als Gesellschaft von den Fehlern der Migrations- und Integrationspolitik im Umgang mit den Gastarbeitern lernen und von Anfang an Geflüchtete als Teil unserer Gesellschaft begreifen.

Hochschulen sind und werden hierbei einer von mehreren Bausteinen sein, aus den Herausforderung Chancen für Deutschland und Europa werden zu lassen.

Die Liberalen Hochschulgruppen fordern die Europäische Union auf eine bessere Integration von Flüchtlingen im Universitätsleben zu sichern. Um dies zu sichern könnte ein 4-Punkte „SETL“-Programm in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten eingeführt werden.

S – Support: Flüchtlinge brauchen, besonders während dem Studium, ein Unterstützungsnetzwerk. Dieses kann zum Beispiel eine spezialisierte Beratung oder besondere Lehrstuhl-Öffnungszeiten sein. Darüber hinaus sollen Universitäten innovative e-learning platforms anbieten.

E – Employment: Als Hauptziel des Studiums, sollen Flüchtlinge die Chance haben den Arbeitsmarkt zu integrieren ohne durch ihre Situation benachteiligt zu sein. Ein Netzwerk von Flüchtlingen, die im Arbeitsmarkt tätig sind könnte gegründet werden oder Jobbörsen in Universitäten können sich auf die Flüchtlingssituation spezialisieren und den Arbeitgebern vermitteln, was die Einstellung eines Asylsuchenden für Vorteile hat.

T – Training: Auch Flüchtlinge ohne oder mit limitierten Qualifikationen können ein Land betreten. Um dem nachzugehen, sollen Nachhilfe-Kurse angeboten werden. Diese Kurse sollen in der Wartezeit und in der Studienzeit angeboten werden.

L – Learning: All die vorherigen Punkte dienen dazu den Übergang zu vereinfachen und eine Basis herzustellen. Auch das Studium muss angegangen und spezielle Studiengänge angeboten werden, sodass weitere Flüchtlinge sich trauen, den Hochschulweg zu benutzen.