Für die Liberalen Hochschulgruppen ist die Vielfalt der Hochschulformen eines der Errungenschaften des deutschen Wissenschaftssystems. Das gleichwertige Nebeneinander sowie der Wettbewerb von öffentlichen und privaten Universitäten und Fachhochschulen ist ein Innovationsmotor für Gesellschaft, Wirtschaft und Länder. Die jeweilige Form und das eigene Profil bieten spezifische Vorteile und Wettbewerbsvorteile, die Lehrenden und Lernenden gleichermaßen nützen. Wir begrüßen zudem, dass die Studienabschlüsse aller Hochschulformen gleichberechtigt und nach eigener Qualifikation anerkannt werden. Die Abschlüsse bieten die Möglichkeit, sich individuell zu spezialisieren und ein eigenes Profil zu schaffen. Die Profilierungsmöglichkeiten und die Vielfalt der Hochschulformen solle langfristig aber durch Hochschulfreiheitsgesetze gestärkt und gesichert werden.


Europäisches Hochschulsystem

Der Bundesverband der Liberalen Hochschulgruppen begrüßt das von der Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag gemachte Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Europäischen Union zu einem föderalen europäischen Bundesstaat. Wir erhoffen uns von dieser Entwicklung ein gemeinsames europäisches Hochschulsystem, durch das es zu Verbesserungen in den Bereichen Forschung und Lehre an den Hochschulen in Europa kommt. Um diesen Prozess voranzubringen, fordern wir das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dazu auf, Gelder bereitzustellen, um die Rolle der Hochschulen für die Zukunft Europas umfassend zu evaluieren. Dabei sind sowohl Herausforderungen als auch Chancen zu beleuchten.