19.06.2022

Staatsexamen

Die Liberalen Hochschulgruppen fordern die Digitalisierung der juristischen Staatsprüfungen. Sowohl das erste als auch das zweite Staatsexamen soll in Zukunft nicht mehr handschriftlich von den Prüflingen verfasst werden, sondern auf dafür vorgesehenen Computern.

Des Weiteren sollen auch die Gesetzestexte und Kommentare, die von den Prüflingen mitgeführt werden dürfen, digital zur Verfügung stehen. Zudem ist es wünschenswert, wenn bereits die Klausuren im Laufe des Studiums digitalisiert werden.

Letztlich sind die Gesamtnoten der Staatsexamina die einzigen Anhaltspunkte, um in der Berufswelt Fuß zu fassen. Gerade aber ist es in Zeiten der Einführung des beA, dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach und der Digitalisierungspflicht der Gerichte nicht praxisnah. Zudem schafft eine digitalisierte Prüfung mehr Chancengleichheit bei nahezu unlesbaren Schriftbildern und unterschiedlichen
Schriftgrößen. Bei einer digitalen Prüfung könnten Ungleichheiten bspw. durch 10-Finger-Kurse im Studium vermieden werden.

Mithin kann es nur die logische Konsequenz sein, dass auch die zugelassenen Gesetzestexte und Kommentare während der Prüfungen digital abgerufen werden können.

Deshalb fordern die Liberalen Hochschulgruppen digitalisierte Staatsexamen.