European Digital University


In einer globalisierten Welt ist der Austausch so einfach wie nie zuvor: Sprachen lernen, Informationen filtern, Kontakte suchen und pflegen. Das Internet ist internationaler und schneller als jedes Austauschprogramm. Es verknüpft Menschen aus verschiedenen Schichten, verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Weltanschauungen. Weltbeste Bildung gelingt durch das Internet, dem wichtigsten Vorreiter in der globalen Bildung. Es kann jedem die Chance geben, das zu studieren, was, wo und wann jeder möchte.

Die Liberalen Hochschulgruppen setzen sich daher für die Einführung einer europäischen Online-Universität (European Digital University; EDU) ein. EDU soll es ermöglichen überall in Europa Studiengänge online studieren zu können. Durch eine gesamteuropäische Konzeption, Durchführung, Koordinierung und Finanzierung möchten wir einen gesamteuropäischen Forschungs- und Lehransatz verfolgen. Dabei wollen wir das Rad nicht in jedem Mitgliedsland neu erfinden, sondern bestehende, exzellente Forschungs- und Lehreinheiten (z.B. Streaming von exzellenten Vorlesungen aus bereits bestehenden Universitäten) digital zusammenführen. EDU soll als Ankeruniversität fungieren, die intensiv Kooperationen zu anderen europäischen Universitäten pflegt.

Die Liberalen Hochschulgruppen setzen sich genauso dafür ein, dass die Vielfalt des bestehenden Hochschulsystems in Europa erhalten bleibt. EDU stellt eine zusätzliche Möglichkeit dar zu studieren und zu forschen.

Rahmenbedingungen

  1. Eine gesamteuropäische Konzeption, Durchführung, Koordinierung und Finanzierung
  2. Aufbau bzw. Nutzung von transeuropäischen Gremien zur Konzeption, Durchführung, Koordinierung, Qualitätssicherung und Akkreditierung, Angliederung an erasmus+
  3. Diesbezügliche Kompetenzübertragung von Mitgliedstaaten an die in b) beschriebenen transeuropäische Gremien
  4. Aufbau von Datenbanken und IT, sodass ein technischer Zugang zu EDU überall in Europa möglich wird
  5. Abbau von sprachlichen Hürden: Englisch als Standardsprache im Verwaltungsablauf und Studienverlauf, Einbeziehen anderer europäischer Sprachen (z.B. Möglichkeit der sprachlichen Untertitelung von Streamingangeboten)

Kooperationen

  1. Aufbau digitaler Lehr- und Forschungskooperationen mit europäischen Universitäten
  2. Kooperationen mit Universitäten/akkreditierten Einrichtungen vor Ort zur Abnahme von Prüfungen
  3. Kooperationen mit bereits bestehenden, erfolgreichen Online-Universitäten

Internationalisierte Lehre/Forschung

  1. Gesamteuropäischer Ansatz bei der Gestaltung und Konzeption von Studieninhalten
  2. Angebot allgemeiner Studiengänge im Konzept des Studium Generale mit regulärem Bachelor-/Mastersystem
  3. Angebot spezieller europäischer Studiengänge (z.B. European Law, European Business Admi-nistration) mit regulärem Bachelor-/Mastersystem
  4. Umfassendes MOOC- und E-Academy-Angebot
  5. Dezentrale Bereitstellung von Materialien für open-source-Datenbanken, Literatur, Studienmodule und Lernmaterialien
  6. Nutzung von best-practices aus anderen Universitäten in Europa (z.B. Streaming von exzellenten Vorlesungen aus bereits bestehenden Universitäten)
  7. Angebote aus dem Netzwerk der europäischen Universitäten digital ermöglichen
  8. Ermöglichen von digitaler Kommunikation (z.B. durch Lerngruppen) mit anderen europäischen Studierenden und Unterstützung von transeuropäischen Netzwerken
  9. Digitale Durchführbarkeit von PhD und Ergänzungsmaster
  10. Berücksichtigung von datenschutzrechtlichen Belangen

Das Ziel muss ein einfacher und günstiger Zugang zur Bildung sein, der alle digitalen Voraussetzungen nutzt, um moderne Lehrmethoden anzubieten und dadurch eine Infrastruktur der Zukunft aufbaut, die es in Zukunft ermöglicht überall, eine exzellente Bildung zu erhalten.