Gibt die EU ihre Klimaziele auf? – Hörsaaltour mit Christian Dürr in Heidelberg
Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen vieler Menschen weltweit. Protestbewegungen wie „Fridays für Future“ oder „Die letzte Generation“ haben in den vergangenen Jahren nicht nur Gesellschaft und Politik wachgerüttelt, sie haben auch mit eindringlichen Worten und teils drastischen Aktionen in einer mitunter apokalyptischen Stimmung das Ende des menschlichen Zivilisation proklamiert.
Doch seit dem nunmehr fast vier Jahre andauernden Krieges in der Ukraine sowie zahlreicher weiterer geopolitischer Krisen und Umbrüche ist es still geworden um die zivilgesellschaftlichen Klimaproteste
Kurz vor der diesjährigen Klimakonferenz in Brasilien haben die EU-Mitgliedstaaten zudem ein abgeschwächtes Klimaziel für das Jahr 2040 beschlossen. Dieses soll den Staaten größeren Spielraum beim CO₂-Ausstoß einräumen und die Einführung des neuen Emissionshandelssystem ETS2 um ein Jahr auf 2028 verschieben. Insbesondere Länder wie Polen und die Tschechische Republik warnen vor steigenden Energie- und Kraftstoffpreisen sowie vor finanziellen Belastungen für Verbraucherinnen, Verbraucher und Wirtschaft.
Steht die Europäische Union damit vor einer Abkehr von ihren ambitionierten Klimazielen? Entfernt sich die europäische Klimapolitik „von der Wissenschaft“, wie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem offenen Brief mahnen? Ist die EU weiterhin ein starker und glaubwürdiger Akteur im globalen Kampf gegen den Klimawandel? Und welchen Weg sollten wir verfolgen, um die gesteckten Ziele sicher zu erreichen?
Darüber diskutieren wir mit Christian Dürr, Bundesvorsitzender der Freien Demokraten, und Prof. PhD Achim Wambach, Präsident des ZEW - und mit Euch!
Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung gibt es hier!
