Die Liberalen Hochschulgruppen stellen fest, dass die Privatsphäre und die informationelle Selbstbestimmung Grundrechte eines jeden Individuums und damit auch des Studenten sind. Ebenfalls stehen die Liberalen Hochschulgruppen seit jeher für ein offenes Campusleben in einem freien Studium. Diesen Feststellungen folgt die Verurteilung von Tendenzen, die das freie Bewegen auf dem Campus einschränken und/oder den Ausbau von Überwachung und defensiver Infrastruktur.
Vor diesem Hintergrund fordern die Liberalen Hochschulgruppen:
- Ein freier Campus muss frei zugänglich sein. Deshalb sprechen wir uns gegen jede Form von Einlasskontrollen zu Hochschulstandorten oder Gebäuden aus. Ausnahmen gelten ausschließlich für die Bereiche, mit hohem Gefährdungs-, Infektions- oder Verletzungsgefahr.
- Verhinderung von Kameraüberwachung jeder Form und Abbau von bestehenden Überwachungssystemen. Sofern Kameras angebracht sind, um z.B. Sicherheitsdienste bei der Überwachung des Geländes zu unterstützen, sollen diese nicht aufzeichnen. Bei Angsträumen, die auf oder in der Nähe des Campus sind, sollen durch Ausleuchtung, Spiegel oder weitere kriminologisch erwiesen wirksame bauliche Veränderungen eingesetzt werden, um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern. Kameraüberwachung soll ausschließlich in Fällen, wo diese Maßnahmen nicht möglich sind oder nicht zu den gewünschten Effekten führen, eingesetzt werden.
- Verbot sämtlicher Software die zur Überwachung von wissenschaftlichen Mitarbeitern über gewöhnliche Überprüfung der Arbeit hinaus verwendet wird oder verwendet werden könnte.
